Die Inselverwaltung Sylt und der Landschaftszweckverband Sylt beobachten weiterhin ein verstärktes Auftreten des Goldafters auf der Insel.

Mittlerweile sind Meldungen aus unterschiedlichen Teilen Sylts eingegangen und Gespinste und Raupen in allen fünf Inselgemeinden auf verschiedenen Laubgehölzen nachgewiesen.
Das Vorkommen des Goldafters ist damit inselweit feststellbar, zeigt sich jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt.

Der Goldafter ist ein in Mitteleuropa heimischer Schmetterling, der aktuell verstärkt an der Nordseeküste auftritt und dessen Raupen insbesondere in den Frühjahrsmonaten vermehrt Brennhaare bilden.
Diese können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden und allergieähnliche Symptome, wie Hautreizungen oder Atemwegsreaktionen auslösen. Die Inselverwaltung bittet daher, im Umgang mit der Raupe besonders aufmerksam zu sein und Abstand zu halten.

Umgang mit Gespinsten und Raupen
Gespinste oder Raupen sollten jetzt nicht mehr eigenständig entfernt werden. Neben dem erhöhten Gesundheitsrisiko ist auch die fachgerechte Entsorgung aktuell ein wichtiger Bestandteil der laufenden Maßnahmen.

Wer Raupen oder Gespinste entdeckt, wird gebeten, diese über das digitale Meldeportal unter www.sylt.de/goldafter zu melden, das in Kürze freigeschaltet wird. Eingehende Meldungen werden fortlaufend nach Lage und Ausprägung bewertet, um bei Bedarf gezielt handeln zu können.

„Der Gesundheitsschutz hat für uns oberste Priorität“, erklärt Veronika Vogel von der Inselverwaltung Sylt. „Wir bitten alle, im Umgang mit der Raupe und ihren Brennhaaren entsprechend vorsichtig zu sein.“
In den vergangenen Tagen haben bereits Schulungen für Mitarbeitende der Bauhöfe, Fachfirmen und Landschaftswarte stattgefunden. Vermittelt wurden dabei Kenntnisse zur fachgerechten Beseitigung, zum Arbeitsschutz sowie zur konkreten Durchführung der Absaugung von Goldafterraupen. „Wir sind darauf ausgerichtet, in jedem Fall schnell und fachgerecht reagieren zu können“, erklärt Veronika Vogel weiter.

In den kommenden Tagen wird zudem eine Informationsveranstaltung für medizinisches Personal auf der Insel stattfinden. Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken und weitere medizinische Einrichtungen werden dabei über das aktuelle Vorkommen auf Sylt und mögliche gesundheitliche Auswirkungen informiert.

Parallel arbeitet die Inselverwaltung in enger Abstimmung mit allen fünf Inselgemeinden an weiteren Maßnahmen wie zusätzlichen Hinweisen an betroffenen Bereichen sowie der strukturierten Erfassung von Vorkommen.
Ziel ist es, die weitere Ausbreitung des Goldafters möglichst einzudämmen und Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Aktuelle Informationen, Hinweise zum Umgang sowie Ansprechpartner gibt es unter Infos zum Goldafter auf Sylt.

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