29. September 2026
Wenn Protest an die Wahlurne kommt
„Stumpfe Sense – Scharfer Stahl“ am 2. Oktober um 19 Uhr in der Kinowelt Westerland
Was bringt Menschen dazu, sich von etablierten politischen Strukturen abzuwenden? Und was passiert, wenn wirtschaftliche Unsicherheit, Zukunftsängste und das Gefühl, nicht gehört zu werden, das Wahlverhalten verändern?
Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie zeigt die Kinowelt Westerland den Dokumentarfilm „Stumpfe Sense – Scharfer Stahl“.
Der Film erzählt von der schleswig-holsteinischen Landvolkbewegung der späten 1920erJahre, ihrer Radikalisierung und den Übergängen zum Nationalsozialismus.
Die Geschichte lässt sich nicht eins zu eins auf heute übertragen. Sie wirft aber Fragen auf, die angesichts aktueller Wahlergebnisse wieder relevant sind: Warum verlieren Menschen Vertrauen in demokratische Institutionen? Was bewegt Protestwählerinnen und Protestwähler? Und wie verhindern wir, dass gesellschaftliche Unzufriedenheit zu Ausgrenzung und Radikalisierung führt?
Im Anschluss sprechen Regisseurin Quinka Stoehr und Silke von Bremen mit dem Publikum über Geschichte, Gegenwart und die Verantwortung jedes Einzelnen für eine lebendige Demokratie.
2. Oktober 2026 | 19 Uhr | Kinowelt Westerland
Dieser Dokumentarfilm wird darüber hinaus von der Sylter Bank gefördert
Das Foto zeigt von links Andrea Dunker (Gleichstellungsbeauftragte), Anna Kugel (Leiterin Kinowelt Westerland), Silke von Bremen (Geografin, Autorin und Gästeführerin), Bruno Schnabel (Seniorenbeirat) sowie Imke Wein (Journalistin).
© Inselverwaltung Sylt
Die „Lange Nacht der Demokratie“ in Schleswig-Holstein wird vom Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Landesverband der Volkshochschulen koordiniert. Die Sparkassen Schleswig-Holstein fördern das Projekt. Der NDR ist Medienpartner der „Langen Nacht der Demokratie“.
17. September 2026
Für Schleswig-Holstein ist es die dritte „Lange Nacht der Demokratie“. Sylt feiert das Ereignis zum zweiten Mal.
Landesweit engagieren sich Menschen und Vereine aus 35 Städten und Kommunen mit unzähligen Aktionen für dieses Ereignis. Sie alle bieten am Abend vor dem „Tag der Deutschen Einheit“ kostenlose und niedrigschwellige Events, Ausstellungen, Konzerte und Mitmach-Konzepte an.
Auf Sylt starten am Freitag, 2. Oktober, rund um das Rathaus Aktionen, die so bunt sind wie die Demokratie selbst.
Los geht’s um 16 Uhr mit der Eröffnung der Cartoon-Ausstellung von Christian Langer zum Thema „Demokratie & Rechtsstaat“ im Bürgerservice.
Um 16.30 Uhr präsentiert der Seniorenbeirat der Gemeinde Sylt in der Sylt Bibliothek das Projekt „Das Altersheim kann warten.“
Im Anschluss wird das Format mit Leben gefüllt, das in Städten die Massen begeistert: Um 17 Uhr ist „Rudelsingen“ im Rathauspark angesagt. Ob gesummt, gebrummt, virtuos oder lauthals gesungen: Beim gemeinsamen Anstimmen populärer Lieder zählt – wie in der Demokratie – einfach jede Stimme. Dieser Chor für den „Moment der Einmaligkeit“ wird von Arne Theophil geleitet und von Imke Wein begleitet.
Für die Demokratie essentiell ist unbedingt eine lebendige Erinnerungskultur. Gästeführerin Silke von Bremen begibt sich mit allen Interessierten um 18.30 Uhr auf einen Abendspaziergang vom Rathaus zum Kino – mit Blick auf faschistische Zeiten in Westerland.
Die Kinowelt präsentiert ab 19 Uhr den Dokumentarfilm „Stumpfe Sense – scharfer Stahl“ (1990, Regie: Quinka Stoehr). Im Anschluss wird zum Gespräch mit der Regisseurin und Silke von Bremen eingeladen.
Alle Veranstaltungen im Land sind auf https://lndd.sh/veranstaltungen/ zu finden. Soweit nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen kostenfrei und bedürfen keiner Anmeldung.
