Update 11.09.2026

Bundesweiter Warntag auf Sylt: Grundschulen setzen erstmals auf Aktionstag / Sirenen erfolgreich getestet

Die mobilen Sirenen wurden am gestrigen Donnerstagvormittag wie angekündigt an den drei Standorten in Hörnum am Oberen Dünenweg, in List an der Feuerwache und in Westerland am Johann-Möller-Platz erfolgreich getestet.

Gleichzeitig stand der Warntag in diesem Jahr erstmals auch an den Sylter Grundschulen in Form eines Aktionstages auf dem Stundenplan.

Sirenen auf der Insel erfolgreich getestet
Um 11 Uhr ertönte an den drei Standorten das einminütige auf und abschwellende Warnsignal. Um 11.45 Uhr folgte der gleichbleibende Dauerton zur Entwarnung. Die mobilen Sirenen waren in den jeweiligen Bereichen gut wahrnehmbar und haben erneut gezeigt, dass sie ein wichtiger Bestandteil der Warnmöglichkeiten auf der Insel sind.

Erstmals Aktionstag an Sylter Grundschulen
Neu war in diesem Jahr der besondere Schwerpunkt auf der Information von Schülerinnen und Schülern. Die Grundschule St. Nicolai in Westerland und die Boy-Lornsen-Schule in Tinnum haben den Warntag zum Anlass genommen, sich intensiver mit dem Thema Bevölkerungsschutz auseinanderzusetzen. 

An der Grundschule St. Nicolai wurde daraus ein ganzer Projekttag. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich unter anderem damit, wie ein Notruf abgesetzt wird, was in einen Notfallrucksack gehört und wie im Ernstfall richtig gehandelt werden kann.

Unterstützt wurde die Schule dabei vom Ortsverein des DRK Sylt und der BRH Rettungshundestaffel Sylt. „Für uns war der Warntag in diesem Jahr nicht nur hörbar, sondern eine gute und spürbare Gelegenheit, die Schülerinnen und Schüler spielerisch auf Situationen vorzubereiten, die im Zweifel zu unserer Normalität dazugehören können. Insbesondere durch den Besuch des DRK Ortsvereins und der BRH Rettungshundestaffel konnten die Kinder ganz unmittelbar erleben, wie Warnung funktioniert und was im Fall einer besonderen Situation wichtig sein kann“, berichtet Schulleiter Horst-Peter Feldt.

Auch an der Boy-Lornsen-Schule in Tinnum wurde der Warntag zum Aktionstag. Dort sahen sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam den Erklärfilm „Max und Flocke erklären den Bundesweiten Warntag“ an. Anschließend konnten Fragen zum Film und zum Thema Warnung und Bevölkerungsschutz gemeinsam besprochen werden, bevor in den einzelnen Klassen mit Materialien des Kreises Nordfriesland zum Thema „Bevölkerungsschutz für Kinder“ weiter gearbeitet wurde.

Für die Inselverwaltung Sylt sind solche Angebote ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf mögliche Notlagen. Ein Warnsignal zu erkennen und einschätzen zu können, was im Ernstfall zu tun ist, schafft Sicherheit. Der erfolgreiche Sirenentest am heutigen Bundesweiten Warntag und die Aktionen an den Sylter Schulen haben auf unterschiedliche Weise dazu beigetragen, das Thema Warnung und Bevölkerungsschutz sichtbar und verständlich zu machen.

07.09.20226

Am Donnerstag, den 10. September 2026, findet der Bundesweite Warntag statt. Auch auf Sylt werden an diesem Tag die mobilen Sirenen getestet. Um 11 Uhr ertönt das Warnsignal, um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.

Der Warntag dient dazu, die verschiedenen Warnmittel und die technischen Abläufe im Bevölkerungsschutz zu erproben und die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Signalen vertraut zu machen.

Mobile Sirenen in drei Inselorten
Die mobilen Sirenen werden wie bereits im vergangenen Jahr in Hörnum am Oberen Dünenweg, in List an der Feuerwache und in Westerland am Johann-Möller-Platz aufgestellt. Um 11 Uhr ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich ausdrücklich um einen Probealarm. 45 Minuten später folgt ein einminütiger, gleichbleibender Dauerton als Entwarnung. Da die mobilen Sirenen nicht alle Bereiche der Insel gleichzeitig erreichen können, werden die Signale vor allem im Umfeld der jeweiligen Standorte deutlich wahrnehmbar sein.

Warnung über mehrere Wege
Am Bundesweiten Warntag werden neben den Sirenen auch weitere Warnmittel erprobt. Dazu gehören unter anderem die Warn-App NINA und der sogenannte Cell Broadcast, über den geeignete Smartphones und Mobiltelefone Warnmeldungen direkt empfangen können. Auch über Radio und Fernsehen werden Informationen zum Warntag verbreitet. Der gemeinsame Warntag von Bund, Ländern sowie Kreisen, Städten und Gemeinden bietet die Möglichkeit, die unterschiedlichen Warnwege praktisch zu testen und mögliche Schwachstellen in den Abläufen zu erkennen.

Aktionstag an Grundschulen
Erstmals findet in diesem Jahr im Zusammenhang mit dem Bundesweiten Warntag auch ein Aktionstag für Schulen statt. Auf Sylt beteiligt sich unter anderem die Grundschule St. Nicolai mit einem Projekttag zum Thema Bevölkerungsschutz. Auf dem Programm stehen unter anderem das richtige Absetzen eines Notrufs, das Packen einer Notfalltasche, Erste Hilfe für Kinder und Brandschutz. Unterstützt wird die Schule dabei vom örtlichen DRK. Auch Kinder aus der Schule engagieren sich bereits im Jugendrotkreuz. „Schule bedeutet mehr, als reine Kulturtechniken zu vermitteln. Sie soll unsere Kinder auch auf das Leben vorbereiten und dazu gehört es, zu wissen, wie man sich in einem Notfall richtig verhält“, sagt Schulleiter Horst-Peter Feldt.

Weitere Informationen zum Bundesweiten Warntag, zu den verschiedenen Warnmöglichkeiten und zum Aktionstag für Schulen gibt es auf der Internetseite des Kreises Nordfriesland.

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