Seit knapp drei Monaten ist der erste Bauabschnitt des Multiparks geöffnet und schon jetzt zeigt sich, dass der neue Ort für Sport, Bewegung und Kreativität gut angenommen wird. Auf dem Skatepark ist regelmäßig Betrieb, auf dem Streetballfeld wird nahezu durchgehend gespielt und in der Graffiti-Box entstehen immer wieder neue Arbeiten. Die ersten Monate liefern damit auch wertvolle Erfahrungen für den weiteren Umgang mit der Anlage. „Mich freut es sehr zu sehen, wie viele Menschen den Multipark schon jetzt nutzen. In so kurzer Zeit ist hier ein toller Ort entstanden, an dem Gemeinschaft ganz selbstverständlich gelebt wird“, zeigt sich Bürgermeisterin Tina Haltermann begeistert von der Entwicklung des Multiparks in den vergangenen Wochen.

Direkter Austausch mit den Vereinen
Bei der Sitzung des Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschusses am gestrigen Donnerstag wurde der aktuelle Sachstand zum Multipark vorgestellt. Erstmals waren dabei auch die beteiligten Vereine Skateboarding Sylt e.V. und TSV Westerland e.V. sowie das Schulzentrum Sylt offiziell eingeladen, um ihre Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb einzubringen. Ausschussvorsitzender Simon Kopp sieht in diesem direkten Austausch einen wichtigen Schritt: „Die Menschen, die den Multipark nutzen und sich dort engagieren, wissen aus eigener Erfahrung, was gut funktioniert und wo noch nachgebessert werden kann. Diesen direkten Austausch zwischen Entscheidungsgremium und ehrenamtlichen Akteuren wollen wir unbedingt nutzen, um gemeinsam über die weitere Entwicklung und Nutzung der Sport- und Freizeitflächen zu beraten.“

Sachstand, Lärmmessung und weitere Planung
Projektverantwortlicher Steffen Bayerlein zieht nach den ersten Monaten eine positive Bilanz: „Die Anlage wird so angenommen, wie wir es uns bei der Planung gewünscht haben und ist bei Einheimischen und Urlaubsgästen gleichermaßen beliebt. Auch beim Reparatur- und Pflegeaufwand zeigt sich der Multipark bislang erfreulich unauffällig.“ Eine wichtige fachliche Grundlage für die weiteren Überlegungen sind die im August durchgeführten Lärmmessungen. Sie waren Bestandteil der Baugenehmigung und sollen den tatsächlichen Schallpegel des Multipark-Betriebs und die Auswirkungen auf die angrenzende Wohnbebauung erfassen. Nach einer ersten telefonischen Einschätzung des beauftragten Akustikbüros könnte der tatsächliche Betrieb tatsächlich leiser sein als in der ursprünglichen Lärmprognose angenommen. Die vollständige Auswertung und der Prüfbericht werden in den kommenden Wochen erwartet.

Parallel werden weitere Arbeiten auf dem Gelände vorbereitet. Nicht mehr benötigte Ausstattungselemente am Sylt-Stadion, darunter Teile der Osttribüne, sollen zurückgebaut und Leitungen für einen WC-Container vorbereitet werden, der sowohl für den Multipark als auch für die Leichtathletik genutzt werden könnte. Für neue Leichtathletikanlagen ist derzeit das Jahr 2028 als Orientierung genannt. Ein konkreter Baubeginn steht noch nicht fest. Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb und die Ergebnisse der fachlichen Prüfungen werden in die weitere Beratung und Planung der Sport- und Freizeitflächen einfließen.

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